Archive for the ‘Tagebuch’ Category

METZMACHER DIE 2.

Februar 19, 2011

Vielbeschäftigt ist Ingo Metzmacher – am probenfreien Donnerstag hat er in Zürich einen „Tannhäuser“ dirigiert. Heute früh steht er wieder vor unserem Orchester. Er erzählt, dass er sich für die Vorbereitung von Schosta´s 7.
mit dem Dirigenten Kurt Sanderling getroffen hat. Der inzwischen 98 jährige war bei der Urauffürung der Leningrader Sinfonie dabei und mit Schostakowitsch selbst gut bekannt. Es gibt also für uns Hinweise aus direkter Quelle,
gerade was die Artikulation angeht, die Schostakowitsch wohl zum Teil anders gemeint hatte als es in den Noten steht.
Nebenbei gab es noch einen Geburtstagstusch für Solotrompeter Christian, der mit Sekt und Schnittchen bestückt zu Metzmacher ging um ihm etwas anzubieten. Und morgen können wir ihm ein paar Fragen stellen, die wir uns heute überlegt
haben…

von Ulrike Bassenge (2. Violine)

Vom Fußball- ins Reisefieber

Juli 8, 2010

Heute war Reisetag. Nach einer kurzen und lauten Nacht haben sich knapp 100 Musiker heute Morgen um 10 Uhr in die Busse manövriert, was durchaus eine gewisse Zeit beanspruchte. Gestern Nacht ist Madrid noch weniger zur Ruhe gekommen als sonst – die Spanier feierten lautstark ihren Sieg über Deutschland. Wir konnten nur noch die letzten Minuten mit langen Gesichtern verfolgen und uns dann bei einem Glas Wein oder Bier trösten.

Das Konzert gestern lief sehr gut, es war nur unglaublich heiß auf der Bühne – eigentlich denkt man, so kann man überhaupt nichts zustande bekommen. Wie Daniel Barenboim all das durchsteht, ist schon phänomenal.
Heute dann wie gesagt 450 km mit dem Bus nach Granada. Zug wäre noch umständlicher gewesen, und eigentlich ging es gut, außer dass in einem Bus kurz vor Granada die Klimaanlage ausfiel. Nach der Ankunft geht immer der Sturm auf die Zimmerschlüssel los und meistens finden sich nach kurzer Zeit wieder einige Kollegen in der Lobby ein, um ihre Zimmer zu tauschen. Bei den kleineren Hotels gibt es sehr verschiedene Zimmer, teilweise dunkel, laut, zu klein usw. und da möchte man einfach nicht bleiben. Zumal man doch einen großen Teil der Zeit auf dem Zimmer ist, weil es einfach zu warm (36 Grad) ist, um etwas zu unternehmen. Und üben möchte man ja auch in einigermaßen guter Atmosphäre. Heute ist ansonsten nichts mehr, wir haben einen freien Abend und viele Kollegen werden sich aufmachen in dieses Kleinod von Stadt. Granada ist den meisten von uns vertraut und wir kommen ausgesprochen gern hierher.
Ich werde mich jetzt auch wegbewegen, vorher aber noch mal in den Pool springen, da mir schon vom Schreiben viel zu heiß geworden ist.

Es grüßt ganz herzlich
Susanne Schergaut