Bukarest und Luzern – vor und hinter den Kulissen

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Bukarest und Luzern – gegensätzlicher hätten die Konzertorte unserer ersten Gastspielreise in dieser Saison kaum sein können! Hier die große, laute, heiße, aufregende Hauptstadt Rumäniens – dort das kleine, schmucke, wohlhabende und angenehm temperierte Postkartenidyll am Vierwaldstätter See.

Wir haben uns trotz oder gerade wegen der extremen Unterschiede an beiden Orten sehr wohl gefühlt. Die Bukarester „Palace Grand Hall“ (in der Landessprache „Sala Palatului“) verströmt zwar noch reichlich beklemmendes „Ceausescu-Flair“, aber die mehr als 3.000 begeisterten Besucher, die an beiden Konzertabenden auf allen verfügbaren Plätzen saßen und standen, haben dieses dann doch völlig vergessen lassen. Eine so bunte Publikumsmischung von jung und alt, reich und arm wie beim „Enescu-Festival“ wird man vermutlich bei kaum einem anderen großen europäischen Musikfestival antreffen! Und so ganz nebenbei durften wir auch noch fünf Tage mit Temperaturen um 35°C genießen – ein nachgeholter Mini-Hochsommer für alle, die in den Ferien nicht weit genug verreist waren…

In Luzern war es dann nicht nur angenehme 12 – 15°C kühler; in dem kleinen, feinen Ort mit seinen schönen Altstadtgassen und dem traumhaften Bergpanorama rund um den Vierwaldstätter See kann man gar nicht anders, als sich wie im Urlaub zu fühlen! Dass die „Arbeit“ umso mehr Freude macht, liegt gleichermaßen an der fantastischen Architektur und Akustik des Konzertsaals im „KKL“ wie an der absolut professionellen Organisation und aufmerksam-persönlichen Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lucerne Festivals. Nachdem in den ersten beiden Konzerten sowohl in Bukarest als auch in Luzern Mozarts Klavierkonzerte KV 491 und KV 482 (Solist: Daniel Barenboim) in Kombination mit Bruckners Siebter bzw. Franz Liszts „Dante-Sinfonie“ zur Aufführung kamen, bildeten im letzten Luzerner Konzert Pierre Boulez‘ „Notations“ I-IV und VII (abwechselnd in der Klavier- und in der Orchesterfassung dargeboten) und der 1. Akt von Wagners „Die Walküre“ den eindrucksvollen und vom Publikum bejubelten Schlusspunkt des diesjährigen Lucerne Festivals – nicht zuletzt auch dank der drei phänomenalen Solisten Nina Stemme, Peter Seiffert und Kwangchul Youn!

Kaum waren die letzten Töne des Matinee-Konzerts verklungen, hieß es auch schon wieder „bitte einsteigen“ in die Busse zum Flughafen Zürich. Nachdem wir am Sonntag, den 11. September grausam früh um 6:45 Uhr in Berlin-Tegel gestartet waren, traf die erste Gruppe dort fast auf die Minute genau 7 Tage und 12 Stunden später wieder ein. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb nicht, denn am folgenden Morgen stand um 11:00 Uhr schon die nächste Generalprobe auf dem Plan – für zwei Konzerte in der Philharmonie und im Konzerthaus, die gleichzeitig der Abschluss des diesjährigen musikfestes und der Auftakt unserer Abonnementskonzerte in der Spielzeit 2011/2012 waren. Wir freuen uns auf alle weiteren!

(Zum Starten der Diashow bitte Bild anklicken)

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