Pressestimmen zum 1. Konzert in Wien

by

„Barenboims Berliner Triumph in Wien. Das Orchester, erfolgreich im Opernbereich (Lindenoper) und in Konzerten, zählt nicht nur zu den ältesten der Welt, sondern zurzeit wieder einmal zu den Besten. Der Streicherklang ist elegant, warm timbriert, fast ein bisschen wienerisch in seiner an Farbenpracht orientierten Ausrichtung. Die Blechbläser tönen markant und dynamisch, die Holzblasinstrumente bezaubern. Alle Musiker folgen den Intentionen ihres Generalmusikdirektors und man merkt, wie gut diese Kombination funktioniert und aufeinander abgestimmt ist.“ (Kurier, Wien)

„Diesmal wurde im Musikverein die Erwartungshaltung voll eingelöst, die mit dem Zyklustitel „Meisterinterpreten“ verbunden ist. Auch die größten Künstler garantieren ja nicht schon von vornherein für jedes Mal gleich meisterhafte Interpretationen. Doch die Zugänge von Yefim Bronfman und Daniel Barenboim zu Bartók und Tschaikowsky erfüllten am Dienstag vollständig das, was von jeder guten musikalischen Interpretation erwartet werden sollte – nämlich eigenständige, profilierte Perspektiven auf die gespielten Werke.“ (Der Standard, Wien)

„Daniel Barenboim dirigiert die Symphonien des Russen mit sicht- und hörbarer Leidenschaft, er stachelt die ausgezeichneten Musiker auf zu Gefühlsüber­schwang und Forteseligkeit, er fordert von ihnen auch hauchzarte Piani, extreme Rubati und rasante Temposteigerungen. Barenboim suggeriert hochromantisches Pathos und weiß doch genau, dass diese Werke auch etwas abgekühlt immer noch wirkten. Das Publikum war begeistert“ (Österreich)

„Bis auf das tänzerische Pizzicato-Scherzo, bei dem sich der Maestro lässig zurücklehnte, ja mitschnippte, zeichnete seine Körpersprache die schaurigen Wellenbewegungen nach: Selbst das „Con fuoco“ des Finalsatzes fand zuletzt noch eine Steigerung bis zum Äußersten. Barenboim grub sich tief in die romantischen Stimmungswelten, machte aus Tschaikowsky russischen Bruckner. Dafür brauchte und hatte er wachsame Musiker: Dem martialischen Überschwang standen famose Bläsersoli gegenüber (das Fagott im Andante, die Oboe in der verträumt-erschöpften „Canzone“).“ (Die Presse, Wien)

„Oft hielt Barenboim das Berliner Ensemble im Eröffnungs-Andante zu Tschaikowskis tiefsinniger Vierter am diskreten Boden. Dank der plötzlichen Pianissimo-Stellen kamen die kraftvollen Tutti gut zur Geltung: schizophrene Momente in dieser wahrscheinlich russischsten Symphonie des Komponisten. Begeisterungsstürme.“ (Wiener Zeitung)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: