31. Januar Geburtstag auf Reisen

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Standing Ovations gestern in Birmingham. Ein tolles Konzert, nicht nur für die Zuhörer im Saal, sondern dank des Meisters Zugabe von Chopin auch für mich.

Aber der Tag war da noch lange nicht zu Ende: Nach 3-stündiger Anfahrt, Probe und Konzert ging es nun drei Stunden wieder zurück nach London. Und was ist des Paukers liebstes Kind nach einem anstrengenden Tag?!?

… ein Bier!

Ein Kollege feierte an diesem Abend in seinen 50. Geburtstag hinein, so dass ich gegen 0.45 Uhr mein heiß ersehntes Getränk in den Händen hielt… Der interessierte Leser wird sich vielleicht fragen, wo ein Orchestermusiker auf Reisen seinen Geburtstag feiert? Natürlich auf seinem Hotelzimmer! Da geht es dann zu wie im Bienenschwarm: Ein ständiges Kommen und Gehen, lustige Geschichten werden erzählt und natürlich musikalische Darbietungen erbracht – alles improvisiert, aber unkompliziert. Eigentlich das beste Mittel, um ein Orchester für den “Kampf” auf dem Podium zusammenzuschmieden.

Nach einer kurzen Nacht Frühstück um 10.00 Uhr. In einigen Gesichtern erkenne ich die Spuren des letzten Tages und der Nacht. Jetzt nur nicht in den Spiegel schauen und den einzigen Tag ohne Probe am Vormittag ruhig angehen…

Um 14.50 Uhr Feueralarm im Hotel! Ohrenbetäubender Lärm reißt mich von meiner Büroarbeit hoch. Ich laufe aus dem Zimmer und hoffe auf eine Übung – oder ist es vielleicht doch Ernst? Auf der Strasse angekommen, treffe ich einige Kollegen. Unser Konzertmeister kämpft sich zurück auf sein Zimmer, um seine Geige zu retten. Doch es war nur ein Fehlalarm, ausgelöst durch sich an der Glasinnenfront abseilende Fensterputzer.

Na, da haben wir ja nochmal Glück gehabt!

Weitere Bilder gibt es hier!

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2 Antworten to “31. Januar Geburtstag auf Reisen”

  1. Markus Says:

    toll, dass sich ein orchester auch mal so präsentiert. da können andere noch was lernen. es wäre ja wünschenswert, daß es mehr theater so handhaben und sich gemeinsam so um ihr publikum bemühen. und das man liest, daß auch die musiker „fans“ von ihrem chef sind, finde ich sehr positiv und sympathisch!

  2. Jochen Says:

    Gerne lese ich die auch privaten Erfahrungen der Musiker. Eine so andere, positive Erfahrung das Orchester auch privat zu erleben. Da auch ich oft in London bin, privat und geschäftlich, wundere ich mich gar nicht über den Feueralarm, der mir dort fast regelmäßig passiert – allerdings meist als Probealarm, zum Glück. Alles Gute meinem Lieblingsorchester aus Freiburg im Schwarzwald. Morgen geht’s wieder mal nach Berlin. Leider verpasse ich Euch da.

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