Mit ‘Daniel Barenboim’ getaggte Artikel

Wie, bitte, geht’s nach England?

Januar 26, 2010

Eine Konzertreise nach London und Paris, das klingt wunderbar: Zwei Kulturmetropolen, die man gar nicht oft genug besuchen kann, auf kurzem Wege und unkompliziert zu erreichen. Stimmt alles, aber leider nicht für jede/n…
Routinemäßig stellt sich bei der Vorbereitung eines Gastspiels im Ausland immer die Frage, welche Einreisebestimmungen zu beachten sind. Nach der erst wenige Monate zurückliegenden USA-Tournee fühlten wir vom Organisationsteam uns allen diesbezüglichen Herausforderungen locker gewachsen. Aber weit gefehlt! Im Falle Großbritanniens beginnen die Schwierigkeiten nämlich nicht erst bei dem Versuch, die unzähligen Vorschriften zu erfüllen, sondern bereits bei der Frage, welche Vorschriften es überhaupt gibt…
Sie glauben, bei der Britischen Botschaft sollte man das wissen? Vielleicht weiß man es dort ja, aber verraten tut man es jedenfalls nicht. Noch bevor man die Chance bekommt, mit irgendeinem „echten“ Menschen zu sprechen, teilt eine Automatenstimme freundlich aber unmissverständlich mit, dass sämtliche Fragen zu Visumsangelegenheiten direkt und ausschließlich mit einer Firma namens „Worldbridge“ zu klären seien.
„Prima“, denken wir, „dann fragen wir eben Worldbridge!“ Die freundliche Automatenstimme nennt auch gleich eine Telefonnummer, unter der man das tun kann. Allerdings bitte nur mit gezückter Kreditkarte und gegen 14 Dollar pro Anruf. Dollar?!? Wir versichern uns kurz, dass wir nicht versehentlich bei der US-Botschaft angerufen haben, und beschließen dann, unabhängig von irgendeiner Währung erst noch einen kostenfreien Versuch im Internet zu starten.
Unter http://www.visainfoservices.com lesen wir, dass die Firma Worldbridge zwar für alles zuständig sei, man von ihren Mitarbeitern aber keinesfalls Informationen darüber erwarten dürfe, was für ein Visum man beantragen und wie man dieses ausfüllen sollte. Gut, dass wir uns die 14 Dollar für einen Anruf gespart hatten… Immerhin finden wir auf der Seite auch eine ausführliche Anleitung, wie und wo man sich beschweren kann, wenn man mit der angebotenen Dienstleistung nicht zufrieden ist, wird allerdings auch gleich um Verständnis dafür gebeten, dass eine Beschwerde nur dann zu Kenntnis genommen oder gar bearbeitet werden kann, wenn sie auf Englisch verfasst wurde.
Inzwischen wissen wir viel, was wir vorher nicht wussten, aber leider noch nichts zu unseren eigentlichen Fragen: Wer braucht ein Visum für England? Und was für ein Visum muss man beantragen, wenn man ein solches braucht?
Fortsetzung folgt…

Daniel Barenboim about the program

Januar 26, 2010

One might ask why Beethoven and Schönberg should be performed on the same program. Both produced great masterpieces; Beethoven’s works have enriched the lives of millions of people for the last 200 years and Schönberg is well on his way to becoming one of the most accepted 20th century composers. Yet their significance goes beyond even the quality of the masterpieces they bequeathed us: both Beethoven and Schönberg are veritable structural pillars in the historical development of music. Only a handful of composers in the history of classical music have had the capacity to summarize and even culminate the development of an entire era of composition, while at the same time pointing the way toward a radically different new paradigm or style, and Beethoven and Schönberg are undoubtedly among these few.


(c) Sheila Rock

Beethoven’s early period is characterized by the development of the existing idioms of Haydn and Mozart, just as Schönberg’s first period is marked by his two greatest influences, the unlikely bedfellows Brahms and Wagner. In Schönberg’s time, Brahms and Wagner had been considered antipodes with few followers in common, but Schönberg ingeniously married Brahms’s structural complexity and Wagner’s harmonic language in his early hyper-romantic works. The middle periods of both Beethoven and Schönberg reveal their own distinctive style, now independent of earlier influences. Beethoven’s middle period takes him into greater clarity and dramatic expression; Schönberg’s ambiguity gradually grows into the twelve-tone system.

Perhaps most fascinating are the late periods: Beethoven’s movement toward ever further disconnection and disintegration, and Schönberg’s “emancipation of the dissonance” in which he establishes the equality of all twelve tones. Beethoven in his late years arrived at extremes of expression; in the piano sonatas these are manifested quite literally by stretching the voices to opposite ends of the keyboard. One could say that he reached a philosophy of discomfort. Beethoven and Schönberg were both concerned with the transformation of musical material, as in Beethoven’s Diabelli Variations (originally Veränderungen, transformations) or in Schönberg’s Variations for Orchestra.

The radical changes in these late periods were to have lasting, irrevocable consequences for the future of composition, and this is what makes their absolute value different from other composers. A composer like Mendelssohn left us no shortage of masterpieces, but his contribution to music did not alter the course of events in any way. Beethoven and Schönberg, on the other hand, have left audible fingerprints on the scores of all their successors, and will most likely continue to do so for as long as music is being written.

London, Birmingham, Paris…

Januar 22, 2010

Am 29. Januar starten Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin ihre Tournee, die sie nach London, Birmingham und Paris führen wird. Wie es hinter den Kulissen der Royal Festival Hall, der Symphony Hall oder des Salle Pleyel aussieht, was zwischen den Konzerten und während der Proben geschieht und wie die Musiker ihre Freizeit verbringen, können Sie vom 29.1.-7.2. im neuen Blog der Staatskapelle Berlin auf Facebook verfolgen. Hier berichten die Musiker der Staatskapelle von ihrem Gastspiel. Seien Sie dabei!

Fr 29 Jan 2010 | 19.30 Uhr
Gastspiel London | Royal Festival Hall

Sa 30 Jan 2010 | 19.30 Uhr
Gastspiel Birmingham | Symphony Hall

So 31 Jan 2010 | 19.45 Uhr
Gastspiel London | Royal Festival Hall

Mo 01 Feb 2010 | 19.30 Uhr
Gastspiel London | Royal Festival Hall

Di 02 Feb 2010 | 19.30 Uhr
Gastspiel London | Royal Festival Hall

Fr 05 Feb 2010 | 20.00 Uhr
Gastspiel Paris | Salle Pleyel

Sa 06 Feb 2010 | 20.00 Uhr
Gastspiel Paris | Salle Pleyel

So 07 Feb 2010 | 16.00 Uhr
Gastspiel Paris | Salle Pleyel


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